Augen lebendig malen

 

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Am Gesichtsausdruck dieser hübschen Stute bin ich auch beteiligt, denn ich habe sowohl die Schnippe als auch die Augen nachträglich verändert. Wie jeder weiß, liegt die Seele des Pferdes in seinen Augen - und so wollte ich diesem hübschen Pferdchen noch mehr Persönlichkeit verleihen (links die Bilder zeigen das Pferd vor meiner Veränderung).

 

 Hier wieder zwei Beispiele für lebendige Augen. Das Fohlen habe ich übrigens vollständig neu bemalt.

 

 Auch hier war ich wieder einmal mit den Augen nicht zufrieden. Die vorherige Bemalung (links) wirkte zwar aus der Ferne, aus der Nähe betrachtet erschien sie jedoch unsauber geklekst. Außerdem erschien je nach Lichteinfall  noch ein dritter heller Punkt im Auge, was dann doch ziemlich unnatürlich aussah.

 

 Dieses Auge (links vor der Bearbeitung) wirkte durch den sehr hellen Braunton etwas starr. Außerdem war die Lichtspiegelung ziemlich auffällig (und nicht sehr sauber) mit weißer Farbe auf das Auge gemalt worden. Ich habe das Auge in einem dunkleren Braun und die Pupille etwas größer bemalt, unter der Pupille wurde noch ein hellere brauner Streifen durch einfallendes Licht hinzugefügt. So erhält das Auge insgesamt mehr Tiefe. Auch kam noch ein ganz kleiner weißer Augenwinkel dazu, was dem Auge eine Blickrichtung nach vorne verleiht. Der helle Lichtfleck ergibt sich durch die Spiegelung im Glanzlack.

 

 Dieses Auge (links vor der Bearbeitung) hat einen sehr erschrockenen Ausdruck. Auch ist es für ein Pferdeauge viel zu rund. Ich habe dem Pferd durch die neue Bemalung einen ruhigeren Ausdruck verliehen, der Lichtpunkt ergibt sich je nach Beleuchtung durch den Glanzlack von allein.

 

 Dies ist das Auge eines Pinto-Wallach. Es war zwar schon etwas anspruchsvoller in drei Farben gemalt und sollte wohl auch die Wimpern des Oberlides mit zeigen. Als meine Tochter diese Pferdeaugen sah, meinte sie sofort, daß dies eher die Augen einer Schlange wären. Also habe ich zum Pinsel gegriffen und neue lebendige Augen gemalt.

 

 Das Auge dieses Schimmels war zwar farblich passend bemalt, ging jedoch in der dunklen Augenumrahmung etwas unter. Ich habe nun zwei winzige Augenwinkel und einen zarten Lichtreflex hinzu gefügt, so daß das Auge lebendiger wirkt und in der dunklen Umgebung nicht verschwindet.

 

 Bei diesem ISH von P. Stone waren die Augen schon detaillierter bemalt worden. Die helle Umrandung und die kreisrunde Fläche des schwarzen Bereichs lassen das Auge jedoch sehr rund und unnatürlich erscheinen. Ich habe das Auge nun lebendiger in verschiedenen Brauntönen gestaltet und ihm eine Blickrichtung gegeben.

 

 Hier handelt es sich um einen Hengst (PAS-Cust), der den Hals nach unten senkt und die Ohren nach vorn gerichtet hat. Folglich ist seine Aufmerksamkeit nach vorn-unten gerichtet. Ich habe den weißen Winkel des Auges geändert und - wie es bei einem nach unten gerichteten Auge typisch ist - die Wimpern hinzugefügt.

 

Das OF-Stone-Shirehorse hat ein mattes schwarzbraunes Auge ohne Ausdruck. Bei diesem Pferd habe ich einen bläulichen Schimmer in die Pupille gemalt, das sieht man auch oft bei Pferdeaugen, es gibt noch mehr Tiefe.
 Leider spiegelt sich der Lack etwas ungünstig auf dem rechten Foto - die weißlichen Schlieren sind vom Lack und nicht Farbe.

 

Und noch zwei Beispiele für lebendige Augen, links ein Isländer, recht ein PBA-Fohlen - beide von mir bemalt und gehairt.

Drei Pferde kamen in meine Klinik zur Augenreparatur, eine Breyer Andalusierstute und ein Breyer Paso Peruano, wie üblich waren die Original-Augen nur in Schwarz gehalten.

Die abwärts blickende Andalusierstute sollte einen mütterlichen Blick bekommen und da bei Schimmeln auch die Wimpern deutlich sichtbar sind, habe ich die ebenfalls aufgemalt.

Der Paso Peruano hebt den Kopf, so dass das Licht in seine Iris fällt. Ein bläulicher Schatten auf der Linse gibt dem Auge zusätzlich Lebendigkeit.

Der dritte Kandidat war ein Peter Stone Araber mit panisch aufgerissenen Augen.

Da der Kopf hochgereckt ist, sollte das Auge noch feurig-lebhaft wirken, jedoch nicht panisch. So wendet sich der Augapfel mit der Kopfdrehung leicht nach hinten, wodurch der weiß-rosa Streifen entsteht.

Alle drei Pferde wirken durch die Augenkorrektur lebendiger.

Vier weitere Pferde hatte ich zur Augenkorrektur bei mir:

Der Adios-Rappe sollte dunkelbraune Augen und einen Stern auf der Stirn bekommen.

Der dunkelbraune Paso Peruano sollte ebenfalls ein braun schimmerndes Auge bekommen.

 

Auch beim Painthorse sollten die Augen nicht einfach nur schwarz sein.

Eine besondere Herausforderung war das blaue Auge, das auch noch den weißen Rand des Menschenauge außen herum zeigt. Aber auch das braune Menschenauge auf der anderen Seite habe ich nochmals überarbeitet.